Das ehemalige Hotel Fürigen steht seit 2010 leer. Die Gebäude sind ungenutzt und mittlerweile Abbruchprojekte. Dabei bietet das Areal mit seiner zentralen Lage und wunderbaren Aussicht grosses Potenzial für eine nachhaltige Entwicklung. Um dieses Potenzial zu nutzen, hat die Stansstader Gemeindeversammlung bereits 2016 beschlossen, die Kurzone Fürigen in eine Sondernutzungszone für Wohnen und Dienstleistungen zu überführen.
Nach Jahren der intensiven Planung liegt nun ein überzeugendes Projekt vor. Der Bebauungsplan Fürigen schafft die Grundlage für eine massvolle, landschaftsverträgliche Überbauung – mit vielfältigen Wohnungen, viel Grünraum, einem öffentlichen Platz und einem Restaurant für alle. So kann das ehemalige Hotelareal Fürigen endlich zu neuem Leben erweckt werden.
Die Gemeindeversammlung von Stansstad hat am 27. November 2025 bei rekordhoher Beteiligung und mit überwältigender Mehrheit dem vorliegenden Projekt zugestimmt. Zuvor wurden sowohl die Einsprachen als auch der Abänderungsantrag wuchtig verworfen.
Das Komitee «Lebendiges Fürigen» dankt allen Stansstaderinnen und Stansstadern herzlich für die grosse Unterstützung und das eindrückliche Vertrauen.
Gute Gründe für die Zustimmung
Neues Leben statt Brache
Seit 15 Jahren steht das ehemalige Hotel Fürigen leer – ein ungenutztes Areal an bester Lage. Der Bebauungsplan bietet endlich die Chance, diese Brache in ein hochwertiges, lebendiges Quartier zu verwandeln. Anstatt weiter Verfall und Stillstand zuzulassen, entsteht ein sorgfältig geplantes Projekt mit viel Grünraum, einem öffentlichen Platz und einem Restaurant, das allen offensteht. So wird aus einem Problem ein Mehrwert für die ganze Gemeinde.
Respekt für Landschaft und Ortsbild
Der Bebauungsplan Fürigen nimmt Rücksicht auf die einmalige Lage und das gewachsene Ortsbild. Die Baudirektion Nidwalden bestätigt, dass die Integration in das landschaftlich empfindliche Siedlungsgebiet gelungen ist. Auch Natur- und Heimatschutzorganisationen von Bund und Kanton unterstützen das vorliegende Projekt. Die Gebäude auf der Hangkante sind bewusst niedrig gehalten und bieten den dahinterliegenden Liegenschaften mehr Aussicht auf See und Berge. Die grösseren Volumen sind am Hang platziert.
Wohnraum für Stansstad
Das Projekt schafft neuen, qualitativ hochwertigen Wohnraum an einer attraktiven Lage. Auf dem Areal sind dereinst 60 bis 90 Wohnungen geplant, die über eine zentrale Tiefgarage erschlossen sind. Diese Wohnungen tragen dazu bei, dass Stansstad auch künftig genügend Platz für Familien, Paare und ältere Menschen bietet. Die Gemeinde kann sich im Ortsteil Fürigen weiterentwickeln, ohne an Charme zu verlieren – mit Wohnraum, der ins Ortsbild passt.
Ein Restaurant für die Bevölkerung
Ein neues Restaurant in Fürigen wird zu einem Treffpunkt mit einmaliger Aussicht. Wo heute ein leerstehendes Hotel verfällt, entsteht ein Ort zum Geniessen, Verweilen und Begegnen. Aus Rücksicht auf die direkte Nachbarschaft ist eine ruhige Gastronomie vorgesehen. Der Abstand zwischen den Gebäuden auf dem Areal ist grosszügig. So entsteht ein grosser öffentlicher Platz von 1’000 m2. Ein echter Gewinn für die Bevölkerung.
Wir sagen JA zum Projekt

Seppi Durrer
Gastronom, ehemaliger Landrat
Fürigen

Doris Kneubühler
ehemalige Gemeinderätin
Fürigen

Urs Gerber
Architekt
Fürigen

Nathalie Hoffmann
Unternehmerin und Gastronomin, Landrätin
Stansstad
Fragen und Antworten
Ortsbild, Landschaft und Freiräume
Braucht es für die Überbauung eine Neueinzonung?
Nein, das gesamte Gebiet liegt bereits in der Bauzone. Der Hangbereich ist seit Langem eingezont – vor einigen Jahren wurde sogar bereits eine Baubewilligung für eine Überbauung erteilt, die jedoch nie realisiert wurde. Der Hangbereich und das Areal des ehemaligen Hotelbetriebs hat die Gemeindeversammlung Stansstad im Jahr 2016 in eine Sondernutzungszone für Wohnen und Dienstleistungen überführt. Zudem wurde die angrenzende Zone für Freizeit und Sport in die Landwirtschaftszone überführt.
Passt die Überbauung zum Charakter und Ortsbild von Fürigen?
Das ehemalige Hotel Fürigen steht seit 2010 leer. Die Gebäude sind ungenutzt und mittlerweile Abbruchprojekte. Mit dem Projekt soll neues Leben in Fürigen einkehren. 2019 wurde ein 2-stufiger Studienauftrag mit sechs Architektenteams durchgeführt. Im Fokus standen der sorgfältige Umgang mit dem Ortscharakter, die Qualität von Architektur und Aussenräumen sowie der Schutz von Natur, Landschaft und denkmalgeschützten Bauten. Der Bebauungsplan legt grossen Wert darauf, dass sich die Bauten gut ins Ortsbild einfügen. Die Baudirektion Nidwalden bestätigt, dass die Integration in das landschaftlich empfindliche Siedlungsgebiet (LES) gelungen ist. Auch Natur- und Heimatschutzorganisationen und die Kommissionen von Bund und Kanton unterstützen das vorliegende Projekt.
Wie wird der Schutz der Landschaft sichergestellt?
Der Bebauungsplan erfüllt die Vorgaben aus dem Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler (BLN) sowie die kantonalen sowie kommunalen Vorschriften. Es gibt klare Vorgaben zu Begrünung, zu den Gebäudeabständen und zur Rücksichtnahme auf Natur und Ortsbild. Die Baudirektion des Kantons Nidwalden bestätigt in ihrer Stellungnahme, dass die landschaftlichen, ökologischen und gestalterischen Schutzziele eingehalten werden.
Gehen mit dem Projekt Frei- oder Grünräume verloren?
Nein, im Gegenteil. Dank der Konzentration der Bauvolumen entstehen grosszügige zusammenhängende Freiflächen und Grünräume. Bei der Bergstation der historischen Standseilbahn ist ein öffentlicher Platz von 1’000 m2 vorgesehen. Die Frei- und Grünräume sind im Bebauungsplan ausgewiesen und dürfen nicht überbaut werden. Sie bleiben für alle zugänglich.
Ist die Überbauung überdimensioniert oder unverhältnismässig?
Nein. Das bestehende Hotelgebäude hat 7 bis 8 Geschosse, ist bis zu 94 m lang und 30 m breit. Dieses Hotelvolumen kommt weg! Die neuen Gebäude auf der Hangkante sind niedriger als das bisherige Hotel. Die grösseren Bauvolumen sind bewusst am Hang platziert, wo sie vom See her weniger sichtbar sind und auch die Aussicht für Nachbarliegenschaften kaum beeinträchtigen.
Nachbarschaft
Wurden Bedenken aus der Nachbarschaft ernstgenommen und berücksichtigt?
Ja, das vorliegende Projekt berücksichtigt die Anliegen und Rückmeldungen aus der Nachbarschaft. Es wurde in mehreren Punkten überarbeitet und angepasst. Die wichtigsten Änderungen sind:
- Das langgezogene Wohnhaus am Hang wird in zwei Baukörper unterteilt – in einen Punkt- und einen Längsbau. Die Gebäude werden versetzt angeordnet, um die Längenwirkung der Fassade zu mindern.
- Durch die neue Anordnung passen sich der Punkt- und Längsbau besser in die Topografie ein. Sie sind merklich niedriger als der ursprünglich geplante Baukörper. Ausserdem wird das oberste Geschoss zurückversetzt, wodurch die Hauptfassaden neu fünfgeschossig in Erscheinung treten.
- Das Restaurant wird verkleinert. Das Konzept sieht eine ruhige Gastronomie vor. Aus Rücksicht auf die Nachbarschaft orientieren sich die belebteren, bedienten Räume zum Platz und zur Aussicht hin.
- Auf eine teilweise Erschliessung über die Schildweidstrasse wird verzichtet. Ab der Einfahrt zur unterirdischen Parkierung ist oberirdisch kein zusätzlicher Verkehr zu erwarten.
Beeinträchtigt die Überbauung die Sicht der Nachbarn auf See und Berge?
Nein, im Gegenteil. Die niedrigen Gebäude auf der Hangkante bieten den dahinterliegenden Liegenschaften mehr Aussicht auf See und Berge als das heutige, z.T. sehr hohe Hotelgebäude. Die grösseren Bauvolumen sind am Hang platziert, wo sie vom See her weniger sichtabar sind und auch die Aussicht für Nachbarliegenschaften kaum beeinträchtigen.
Verlieren die Nachbarliegenschaften in Fürigen an Wert?
Im Gegenteil: Eine Wertsteigerung ist viel wahrscheinlicher. Zwar lassen sich die Auswirkungen auf die Immobilienpreise nicht exakt voraussagen, doch anstelle der heutigen Brache entsteht eine hochwertige Überbauung. Erfahrungen aus ähnlichen Projekten zeigen, dass solche Aufwertungen meist auch den Wert der Nachbarliegenschaften erhöhen.
Wachstum, Verkehr und Parkplätze
Wächst Fürigen durch die geplante Überbauung nicht zu stark?
Fürigen wächst bereits seit den 1970er-Jahren. Auch ohne das geplante Projekt würde die Bevölkerung weiter zunehmen. Würden stattdessen auf dem Areal einzelne Einfamilienhäuser entstehen, wäre das Bauvolumen schlussendlich ähnlich gross und das Verkehrsaufkommen tendenziell sogar grösser. Gleichzeitig würde der Ortskern zersiedelt und der Landschaftsraum durch private Gärten vereinnahmt. Der Bebauungsplan ermöglicht dagegen eine koordinierte Bebauung für ein Zentrum mit öffentlichen Aussenräumen und einem Restaurant für alle. Zudem entsteht die Bebauung in einer einzigen Bauetappe statt in vielen kleinen Baustellen.
Mit welchem Bevölkerungswachstum ist in Fürigen zu rechnen?
Fürigen zählt zurzeit rund 400 Einwohnerinnen und Einwohner. Die geplanten 60 bis 90 Wohnungen orientieren sich am bisherigen Bauvolumen des ehemaligen Hotels (mit 160 Gästebetten und zwei Restaurants). Die tatsächliche Zahl hängt von der konkreten Ausgestaltung der Wohnungen ab – 90 Wohnungen bedeutet mehr kleine Haushalte, 60 Wohnungen bedeuten mehr grosse Haushalte. Mit einem durchschnittlichen Wohnflächenbedarf von ca. 50 m2 pro Person ist mit ca. 160 zusätzlichen Einwohnerinnen und Einwohnern (inkl. Kinder) zu rechnen.
Ist die Gemeinde auf die Bevölkerungszunahme vorbereitet?
Ja. Sowohl die Schule in Obbürgen wie auch die gesamte Infrastruktur der Gemeinde Stansstad kann die Zunahme der Bevölkerung in Fürigen ohne Probleme bewältigen.
Welchen Mehrverkehr verursacht die Überbauung?
Auf der Bürgenstockstrasse fahren täglich rund 2’000 Fahrzeuge – zum Vergleich: Auf der Stanserstrasse sind es 10’000. Diese 2’000 Fahrten verteilen sich zu je einem Drittel auf Fürigen, Obbürgen und den Bürgenstock. Selbst wenn die bestehende Bauzone in Fürigen vollständig bebaut wird, führt dies auf der Bürgenstockstrasse lediglich zu einem geringen zusätzlichen Verkehrsaufkommen – rund 10 Prozent. Ergänzend zum motorisierten Individualverkehr besteht zudem eine stündliche Busverbindung von 6.00 bis 24.00 Uhr zwischen Fürigen, Stansstad und dem Bürgenstock.
Wie viele Parkplätze sind auf dem Areal vorgesehen?
Die konkrete Anzahl Parkplätze richtet sich danach, wie viele Wohnungen später effektiv realisiert werden. In § 35 der Planungs- und Bauverordnung sind die Anzahl Parkplätze pro Wohnung sowie die Anzahl Besucherparkplätze gesetzlich definiert.
Sind die Parkplätze oberirdisch geplant?
Nein, eine zentrale Tiefgarage bietet Platz für alle Fahrzeuge der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Gäste des Areals.
Restaurant und historische Bauten
Welche Art von Restaurant ist geplant?
Das Konzept sieht eine ruhige Gastronomie vor. Aus Rücksicht auf die Nachbarschaft orientieren sich die belebteren, bedienten Räume zum Platz und zur Aussicht hin.
Was passiert mit der historischen Standseilbahn?
Die Bergstation der Standseilbahn bleibt bestehen. Eine Wiederinbetriebnahme wurde geprüft, ist aber derzeit wegen technischer, finanzieller und rechtlicher Unsicherheiten nicht Teil des Bebauungsplans. Eine spätere Reaktivierung bleibt grundsätzlich möglich und wünschenswert und soll zu einem späteren Zeitpunkt erneut geprüft werden.
Bleibt das historische Bauernhaus erhalten?
Ja, das Bauernhaus bleibt bestehen. Im alten Bauernhaus wurde die erste Füriger Gastwirtschaft geführt. Durch Erhalt des Hauses wird auf den Ursprung des Tourismus in Fürigen hingewiesen. Auch die Bergstation der Standseilbahn zeugt von der einst stolzen Geschichte des Orts. Beide Gebäude werden saniert und zu wichtigen Ankerpunkten im Quartier.
Bauphase
Wie wird während der Bauphase sichergestellt, dass Lärm, Staub und Baustellenverkehr möglichst wenig Einfluss auf das Dorfleben und die Anwohner haben?
Während der Bauphase gelten die üblichen gesetzlichen Grenzwerte für Lärm und Staub. Im Baugesuch wird ein Bauablauf- und Immissionsschutzkonzept verlangt, das unter anderem Verkehrswege, Arbeitszeiten und Massnahmen zur Staubreduzierung regelt. Die Bauleitung steht während der Bauzeit als Anlaufstelle für Anwohner zur Verfügung.
Wie lange wird die Realisierung der Überbauung voraussichtlich dauern?
Die genaue Bauzeit hängt vom Projektablauf ab, meist ist mit einer Bauphase von zwei bis vier Jahren zu rechnen. Ein detaillierter Zeitplan wird mit dem Baugesuch eingereicht. Ziel ist es, die Arbeiten zu bündeln und die Belastung für Anwohnende möglichst gering zu halten.
Kontakt
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